Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen der Kündigung eines Vertrags und dem Zeitpunkt, zu dem der Vertrag tatsächlich endet. Sie sorgt dafür, dass beide Vertragsparteien genug Zeit haben, sich auf das Vertragsende vorzubereiten – z. B. bei Mietverträgen, Arbeitsverträgen oder Dienstleistungsverträgen.
Die Länge der Kündigungsfrist hängt ab von:
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Art des Vertrags (z. B. Miet-, Arbeits- oder Pachtvertrag)
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gesetzlichen Vorgaben
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Regelungen im Vertrag oder in den AGB
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Dauer des Vertragsverhältnisses (z. B. im Arbeitsrecht)
Typische Beispiele:
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Arbeitsvertrag: Je nach Dauer der Beschäftigung verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist (§ 622 BGB).
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Mietvertrag: Für Mieter meist 3 Monate, für Vermieter je nach Mietdauer länger.
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Mobilfunkverträge: Oft 1 Monat zum Vertragsende, wenn nicht automatisch verlängert.
Tipp: Bei Unklarheiten über Fristen oder bei Streit über eine Kündigung helfen Rechtsanwälte für Arbeitsrecht, Mietrecht oder Vertragsrecht, die Wirksamkeit zu prüfen und rechtssicher zu kündigen.
Beispiele aus der Praxis:
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Ein Arbeitnehmer erhält eine fristgerechte Kündigung, will aber prüfen, ob sie korrekt ist.
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Ein Mieter kündigt, aber der Vermieter besteht auf einer längeren Frist.
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Eine Kundin verpasst die Kündigungsfrist für ihren Handyvertrag – und der Vertrag verlängert sich automatisch.