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Ein Mahnbescheid ist ein offizielles Schreiben vom Amtsgericht, mit dem ein Gläubiger versucht, eine Geldforderung schnell und ohne Gerichtsverhandlung durchzusetzen. Er ist Teil des gerichtlichen Mahnverfahrens und wird meist dann beantragt, wenn jemand eine Rechnung oder Schuld nicht bezahlt.

Wichtig: Ein Mahnbescheid ist kein Urteil – aber er kann der erste Schritt zur Zwangsvollstreckung sein. Wer so ein Schreiben erhält, sollte es ernst nehmen und schnell reagieren.

Nach Erhalt hast du als Schuldner zwei Wochen Zeit, um zu widersprechen. Wenn du das nicht tust, kann der Gläubiger beim Gericht einen Vollstreckungsbescheid beantragen – dann kann z. B. der Gerichtsvollzieher kommen oder dein Konto gepfändet werden.

Was tun bei einem Mahnbescheid?

  • Prüfen, ob die Forderung berechtigt ist.
  • Wenn ja: Zahlung leisten oder Kontakt mit dem Gläubiger aufnehmen.
  • Wenn nein: Innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen (Formular liegt bei).

 

Tipp: Wer einen Mahnbescheid erhält, sollte schnell handeln. Rechtsanwälte können prüfen, ob die Forderung berechtigt ist und beim Widerspruch oder bei Verhandlungen mit dem Gläubiger helfen.

Beispiele für Mahnbescheide im Alltag:

  • Nach mehrfachen Mahnungen wegen offener Rechnungen folgt ein Mahnbescheid.
  • Bei Rückständen bei Handyverträgen oder Versicherungen droht oft ein gerichtliches Mahnverfahren.
  • Auch Vermieter nutzen Mahnbescheide bei Mietrückständen.