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Ein Pachtvertrag ist ein Vertrag, bei dem eine Person (Verpächter) einer anderen Person (Pächter) eine Sache oder ein Recht zur Nutzung überlässt – meist gegen Zahlung eines regelmäßigen Pachtzinses. Anders als beim Mietvertrag darf der Pächter die Früchte oder Erträge aus der Nutzung selbst behalten.

Typische Beispiele für Pachtverträge:

  • Landwirtschaftliche Flächen (z. B. Ackerland, Wiesen)

  • Restaurants oder Geschäftsräume inklusive Inventar

  • Fischereirechte oder Jagdpacht

 

Ein Pachtvertrag kann schriftlich oder mündlich geschlossen werden, bei längerer Laufzeit empfiehlt sich aber immer ein schriftlicher Vertrag. Inhalte sind z. B.:

  • Pachtgegenstand (z. B. Grundstück, Lokal)

  • Pachtzins und Zahlungsweise

  • Dauer und Kündigungsfristen

  • Instandhaltungspflichten und Rückgabe

 

Tipp: Da es bei Pachtverhältnissen oft um große Flächen oder wirtschaftliche Interessen geht, sollten Rechtsanwälte für Agrarrecht, Mietrecht oder Vertragsrecht den Vertrag prüfen oder gestalten – besonders bei langfristiger Bindung oder Hofübernahmen.

Beispiele aus der Praxis:

  • Ein Landwirt verpachtet seinen Hof an die nächste Generation – mit notarieller Begleitung.

  • Ein Gasthaus wird inklusive Ausstattung an einen neuen Betreiber verpachtet.

  • Bei einem Streit um Pachtschäden oder Nichtzahlung helfen erfahrene Rechtsanwälte.