Überstunden sind Arbeitsstunden, die ein Arbeitnehmer über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus leistet. Sie entstehen häufig in Zeiten hoher Arbeitsbelastung oder bei dringenden Projekten. Arbeitgeber erwarten oft Flexibilität, Arbeitnehmer sollten jedoch ihre Rechte kennen.
Rechtliche Grundlagen
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Überstunden müssen grundsätzlich angeordnet oder zumindest vom Arbeitgeber geduldet werden
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Die Arbeitszeitregelungen aus dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) müssen eingehalten werden, z. B. Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten
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Arbeitnehmer haben Anspruch auf Vergütung oder Freizeitausgleich, sofern nichts anderes im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag geregelt ist
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In bestimmten Branchen können tarifliche oder betriebliche Sonderregelungen gelten
Typische Inhalte und Regelungen
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Anzahl der geleisteten Überstunden und deren Dokumentation
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Vergütung: entweder zusätzliches Gehalt oder Freizeitausgleich
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Vereinbarungen zur Anordnung und Genehmigung von Überstunden
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Grenzen der zulässigen Arbeitszeit pro Tag und Woche
Folgen für Arbeitnehmer
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Überstunden können zu höherem Einkommen führen, aber auch zu erhöhter Belastung und Stress
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Häufige Überstunden ohne Ausgleich können gesundheitliche Probleme verursachen
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Bei fehlender Dokumentation droht der Verlust von Vergütungsansprüchen
Tipp: Melden Sie Überstunden immer zeitnah und dokumentieren Sie sie schriftlich. Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob Vergütung oder Freizeitausgleich gewährt wird. Unsere Rechtsanwälte für Arbeitsrecht prüfen, ob Ihre Überstunden korrekt erfasst und bezahlt werden, und helfen bei rechtlichen Ansprüchen.
Beispiele aus der Praxis
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Ein Arbeitnehmer leistet regelmäßig Überstunden, erhält jedoch keine Vergütung. Die Rechtsanwälte helfen, Ansprüche geltend zu machen
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Ein Projekt erfordert kurzfristig Überstunden. Mit schriftlicher Vereinbarung kann Freizeitausgleich erfolgen
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Arbeitgeber verlangt Überstunden, die nicht zulässig sind. Rechtsanwälte prüfen die rechtliche Lage und setzen Grenzen