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Für Vermieter · Mietrecht · Kündigung vorbereiten

Vermieterkündigung vorbereiten: Unterlagen und nächste Schritte

Sie möchten ein Wohnraummietverhältnis beenden und die anwaltliche Prüfung vorbereiten? Ordnen Sie Mietvertrag, Kündigungsanlass und bisherigen Schriftverkehr. Hier erfahren Sie, welche Angaben und Belege für die Besprechung hilfreich sind.

✓Unterlagen sichern✓Kündigungsanlass ordnen✓Offene Fragen festhalten
Vertrag
Mietvertrag und Nachträge einordnen.
Zahlungen
Mietkonto bei Zahlungsrückständen aufbereiten.
Schreiben
Fristen, Zugang und Reaktionen sichern.
Lösung
Gewünschtes Ergebnis und offene Fragen notieren.

Vor dem ersten Gespräch

Vertrag, Anlass und Zeitablauf zusammenstellen

Beginnen Sie mit dem vollständigen Mietvertrag und allen Nachträgen. Notieren Sie, wer Vermieter und Mieter ist, welches Mietobjekt betroffen ist und wann der Wohnraum überlassen wurde. Ergänzen Sie, warum Sie das Mietverhältnis beenden möchten.

Erstellen Sie anschließend eine kurze Chronologie mit Datum, Ereignis und zugehörigem Beleg. Trennen Sie eigene Beobachtungen, Mitteilungen anderer Personen und noch ungeklärte Punkte.

Für die rechtliche Einordnung von Kündigungsart, Begründung, Form und Frist finden Sie die anwaltliche Prüfung einer Kündigung durch den Vermieter auf unserer Beratungsseite.

Bei Eigenbedarf Benennen Sie die Person, die einziehen soll, die geplante Nutzung und den vorgesehenen Zeitpunkt. Halten Sie die tatsächlichen Gründe und offene Fragen dazu fest.
Bei Zahlungsrückständen Stellen Sie fällige Beträge, Zahlungseingänge und die jeweiligen Termine gegenüber. Legen Sie Kontoauszüge, Mahnungen und abweichende Angaben des Mieters dazu.
Bei anderen Pflichtverletzungen Beschreiben Sie einzelne Vorfälle mit Datum und Beteiligten. Fügen Sie vorhandene Schreiben, Antworten und bereits ausgesprochene Abmahnungen bei.
Bei bereits versandter Kündigung Bringen Sie die tatsächlich versandte Fassung, Unterzeichner, Versandweg und vorhandene Zugangsnachweise mit. Auch Antworten des Mieters gehören zum Vorgang.

Rechtliche Einordnung

Unterlagen ersetzen keine Prüfung der Kündigungsart

Für eine ordentliche Wohnraumkündigung benötigt der Vermieter grundsätzlich ein berechtigtes Interesse nach § 573 BGB. Sonderfälle, etwa § 573a BGB und § 549 Absatz 2 und 3 BGB, sind gesondert zu prüfen. Bei einer fristlosen Kündigung gelten andere Voraussetzungen.

Form, Begründung und Zugang

Die Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses bedarf nach § 568 Absatz 1 BGB der schriftlichen Form. Kündigungsart, erforderliche Begründung, Frist und Zugang werden anhand des konkreten Mietverhältnisses geprüft.

Ihr Ziel für das Gespräch

Welche Entscheidung möchten Sie vorbereiten?

Notieren Sie, welches Ergebnis Sie anstreben: die Vorbereitung eines Kündigungsschreibens, die Prüfung einer bereits erklärten Kündigung oder die Einordnung einer Antwort des Mieters. Halten Sie außerdem fest, welche Termine bereits genannt wurden und welche Belastungen für Sie bestehen.

Kennzeichnen Sie fehlende Unterlagen ausdrücklich. Eine unvollständige Unterlagensammlung ist kein Grund, eine notwendige Fristenprüfung aufzuschieben. Im Gespräch lässt sich klären, welche Informationen zuerst benötigt werden und welche Kosten mit dem weiteren Auftrag verbunden wären.

Noch keine Kündigung versandt

Bringen Sie einen vorhandenen Entwurf mit und kennzeichnen Sie ihn als Entwurf. Beschreiben Sie den Anlass und Ihren gewünschten zeitlichen Ablauf.

Kündigung bereits versandt

Ordnen Sie Kündigungsschreiben, Versandbeleg und Reaktionen nach Datum. Geben Sie an, ob weitere Schreiben oder gerichtliche Unterlagen eingegangen sind.

Antwort des Mieters liegt vor

Legen Sie die vollständige Antwort einschließlich Anlagen vor. Notieren Sie, welche Tatsachen bestritten werden und welche Fragen Sie im Gespräch klären möchten.

Rechtsrahmen

Die Prüfung folgt Mietvertrag, Verlauf und Belegen.

Die folgenden Normen markieren den rechtlichen Rahmen. Ob und wie sie im Einzelfall greifen, hängt von Vertrag, Sachverhalt, Belegen und dem gewünschten Ergebnis ab. Die anwaltliche Letztkontrolle bleibt erforderlich.

Ablauf der Prüfung

So bereiten Sie das Gespräch vor.

Beginnen Sie mit dem vorhandenen Material. Es geht darum, den Sachverhalt nachvollziehbar zu machen und dringende Fragen früh zu erkennen.

1

Unterlagen und Ablauf sichern

Sammeln Sie Vertrag und Nachträge, relevante Schreiben und Belege. Ordnen Sie diese nach Datum und ergänzen Sie eine kurze Übersicht zum Kündigungsanlass.

2

Offene Punkte benennen

Notieren Sie Widersprüche, fehlende Dokumente und bereits gesetzte Termine. Teilen Sie mit, ob eine Kündigung erst geplant oder bereits zugegangen ist.

3

Auftrag und nächsten Schritt besprechen

Besprechen Sie mit der Kanzlei Ihr Ziel, den gewünschten Prüfungsumfang und die Kosten. Daraus lässt sich ableiten, welche Unterlagen ergänzt und welche nächsten Schritte geprüft werden sollen.

Was Sie bereithalten sollten

Gute Unterlagen machen die erste Entscheidung schneller.

Für die erste Einschätzung muss noch nicht jede Einzelheit abschließend geklärt sein. Wichtig ist, dass Vertrag, zeitlicher Ablauf, Kommunikation und wirtschaftliches Ziel nachvollziehbar werden.

✓Mietvertrag und Nachträge✓Mietkonto bei Zahlungsrückständen✓Kündigungen und Mahnungen✓Schriftverkehr✓Belege zum Kündigungsanlass✓gewünschtes Ergebnis

FAQ

Kurze Antworten vor der Prüfung.

Welche Unterlagen sollte ich zuerst zusammenstellen?

Beginnen Sie mit Mietvertrag, Nachträgen und dem bisherigen Schriftverkehr. Ergänzen Sie eine kurze Chronologie und die Belege zu Ihrem Kündigungsanlass.

Was gehört in die Übersicht zu Zahlungsrückständen?

Stellen Sie fällige Beträge, Zahlungstermine und tatsächliche Eingänge gegenüber. Legen Sie Zahlungsbelege und Einwände des Mieters bei; markieren Sie ungeklärte Positionen.

Was ist für ein Gespräch über Eigenbedarf hilfreich?

Notieren Sie, wer die Räume nutzen soll, weshalb die Nutzung geplant ist und ab wann. Bringen Sie vorhandene Unterlagen und konkrete Fragen mit.

Was sollte ich bei einer bereits versandten Kündigung mitbringen?

Wichtig sind die tatsächlich versandte Fassung, vorhandene Versand- und Zugangsnachweise sowie alle Antworten. Auch gerichtliche Schreiben und darin genannte Termine sollten vorliegen.

Kann ich mich auch mit unvollständigen Unterlagen melden?

Ja. Benennen Sie beim Kontakt, welche Unterlagen fehlen und ob bereits Termine oder gerichtliche Schreiben vorliegen. Warten Sie mit einer notwendigen Fristenprüfung nicht auf eine vollständige Sammlung.

Rückrufservice

Ihre Vorbereitung zur Vermieterkündigung besprechen.

Schildern Sie kurz, was passiert ist und welches Ergebnis Sie erreichen möchten. Die Kanzlei meldet sich zur Einordnung der nächsten Schritte.

Rückruf anfordern

Nutzen Sie das Kübler-Formular für eine erste Einordnung.